Kategorie-Archiv: Ökonomie

Aldi: Shitstorm für Billigfleisch

Dank an die Internet-, Facebook- und Instagram-Nutzer, die nicht nur Fotos von ihrem Essen oder dem letzten Drogerie-Haul posten, sondern auch Kritik am Verhalten von Unternehmen äußern, wenn diese sich latent unmoralisch verhalten. Dank einem kritischen Facebook-Nutzer musste Aldi-Süd online schwere Kritik dafür einstecken, 600 g mariniertes Schweinenackensteak für 1,99 Euro anzubieten. Richtigerweise weist der Nutzer darauf hin, dass nach Abzug der Mehrwertsteuer und der Kosten für Marinade und Logistik nur noch ein winziger Betrag für das Fleisch übrig bleibt – und damit für den Landwirt und eine artgerechte Haltung.

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Es geht eben auch anders

Schade, dass das gute Backhandwerk hierzulande dem allgemeinen Billigtrend zum Opfer gefallen ist… So sieht das dann in Porto aus, ganz ohne TK-Aufback-Teiglinge.

Backwerk

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Technik gegen das Kükenschreddern

Dass jedes Jahr zig Millionen männliche Küken in Deutschland lebendig im Schredder landen, weil sie für die Industrie nicht nutzbar sind, gehört wohl zu den großen Perversionen der Lebensmittelbranche. Dank Forschung aus Leipzig wird das große Schreddern in Zukunft hoffentlich eingestellt, denn Ende Januar soll ein Gerät vorgestellt werden, mit dem sich das Geschlecht der Tiere schon vor dem Schlüpfen bestimmen ließe. Bis es zum Einsatz käme, würden zwar noch einige Jahre vergehen, aber der Ansatz klingt zumindest vielversprechend, auch wenn Kritiker die sogenannte „in Ovo-Geschlechtsbestimmung“ als nicht geeignet ansehen.

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Veganz: Vegane Supermärkte unter Druck

Eigentlich ist sind vegane Lebensmittel gefühlt in aller Munde – ganz sprichwörtlich -, trotzdem musste die Supermarktkette Veganz schon im vergangenen Dezember Insolvenz anmelden. Veganen Produkten wird zwar auch weiterhin ein gutes Wachstum vorausgesagt, aber fraglich ist eben, ob das Konzept eines rein auf vegane Produkte spezialisierten Supermarkts funktionieren kann.

Jan Bredack, der Gründer von Veganz, selbst, sieht trotz des wachsenden Vegan-Markts für rein vegane Supermärkte keine goldene Zukunft, wegen des inzwischen recht großen Angebots an veganen Produkten bei den konventionellen Händlern habe sich das Konzept überholt. Jetzt werden die Pioniere der veganen Bewegung also vom Trend zur veganen Lebensführung aus dem Feld gekegelt. Aber Veganz wird es auch weiterhin noch als Großhändler für andere Supermarktketten geben, nur die eigenen Filialen werden wahrscheinlich Schritt für Schritt abgewickelt.

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Hundeleder: Keine Lederprodukte kaufen

Wir haben in der Vergangenheit bereits über die grausame Produktion von Hundeleder berichtet. Vor allem in China, wo es mangels Tierschutzgesetz keine Strafen für den Missbrauch von Tieren gibt, wird Leder unter ätzenden Bedingungen aus den Häuten von Hunden und anderen Tieren für den Weltmarkt produziert. PETA hat aktuell nochmal dazu aufgerufen, die grausame Haltung und das Abschlachten der Hunde nicht durch den Kauf von Lederprodukten zu unterstützen – mindestens, solang nicht völlig klar ist, wo das Leder herkommt. Wer die Bilder aus den Betrieben gesehen hat und nicht völlig abgestumpft ist, wird nicht mehr leichten Gewissens Lederprodukte kaufen können. Natürlich schreibt kein Modeunternehmen freiwillig „Aus 100 % Hundeleder“ auf seine Etiketten, deshalb scheißt auf die Angaben auf den Labels, die sind im Zweifelsfall falsch.

Also so kurz vor Weihnachten nochmal der eindringliche Hinweis: Kauft keine Lederprodukte, wenn ihr die elenden Bedingungen der Tiere nicht unterstützen wollt.

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Banker in a Wonderland

Neuzugang in unserer Kollektion: „Banker in a Wonderland“ von Iulia Ignat. Iulia spielt mit ihrer Serie darauf an, wie unsere Träume von dem Wunsch nach Geld und der großen Bedeutung des Materialismus in unserer Gesellschaft infiltriert werden.

Banker in a Wonderland - Eco Fashion

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Shareconomy: Jeder gegen jeden

Eindrücklich beschreibt Sibylle Berg in ihrer SPON-Kolumne, wie das eigentlich auf den ersten Blick gut gemeinte Prinzip der Shareconomy dazu führt, dass die Kohle meist an den Spitzen der beteiligten Unternehmen hängen bleibt, während der Existenzkampf am Ende der Nahrungskette härter wird und an vielen Stellen die gegenseitige Ausbeutung droht. Die Risiken der Shareconomy kann man inzwischen in einigen Bereichen beobachten, z. B. bei Uber: Durch die neuen Geschäftsmodelle werden ursprünglich einigermaßen funktionierende und auskömmliche Jobs (Taxis) abgeschafft und durch hochmotivierte, eigenverantwortliche, kaum sozial abgesicherte und oft genug schlecht bezahlte Leute übernommen.

Berg schreibt dazu: „Möglicherweise ist jeder Mensch so: gefräßig, haltlos, gierig. Das Einzige, was verhindert, dass die ekelhaften Anteile der Persönlichkeit jedes Einzelnen die Welt ruinieren, ist die mangelnde Möglichkeit. Unsere Möglichkeit ist sanfte Ausbeutung, die wir Sharing nennen.“

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GB setzt auf Verbot von Mikroplastik

Mikropartikel aus Plastik in der Nahrungskette

Kleinste Plastikteilchen, sogenanntes Mikroplastik, werden von vielen Herstellern in ihren Produkten verwendet, darunter z. B. in Zahnpasta oder Peelings. Was bei der täglichen Verwendung einigermaßen harmlos aussieht, könnte sich hinsichtlich der Folgen für Umwelt und unsere Gesundheit noch zu einem immensen Problem entwickeln. Denn das Mikroplastik gelangt über das Abwasser tonnenweise in Seen und Flüsse und schadet nicht nur den Meeresbewohnern, sondern kommt über die Nahrungskette auch zurück auf unseren Tisch. Plastikreste lassen sich schon jetzt in zahlreichen Tieren wie Muscheln, Würmern, Krebstieren, Fischen und Seehunden nachweisen.

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Initiative Tierwohl: Kurz vor Flop

Minibeträge sollten Haltungsbedingungen verbessern

Eigentlich ist die Initiative Tierwohl eine sehr gute Idee: Handel, Fleischindustrie und Landwirtschaft reagieren auf die Kritik an der leidvollen Massentierhaltung, indem sie sich gemeinsam für mehr Tierschutz engagieren. Für bessere Haltungsbedingungen von Tieren sollte im Rahmen der Initiative Tierwohl ein Betrag von wenigen Cent je verkauftem Kilo Fleisch (also fast nichts) von Händlern wie Aldi, Lidl und Co an die Landwirte zurückfließen.

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Fernbusse – einer nach dem anderen gibt auf

Die Bahn hat die Nase voll

Der Markt der Fernbusse schrumpft weiter – jedenfalls mit Blick auf die Zahl der Anbieter. Jetzt also auch noch Berlin Linien Busse, das Busunternehmen, mit dem die Deutsche Bahn eigentlich den Neueinsteigern im Mobilitätsgeschäft Paroli bieten wollte. So schnell wie bei den Fernbussen hat sich wohl bisher kaum ein Markt nach der Entstehung konsolidiert.

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