Raif Badawi – Saudi-Arabiens Probleme mit Menschenrechten

Raif Badawi wagte es, seine Meinung zu äußern

Dass er im Internet für Religions- und Meinungsfreiheit eintrat, muss der Blogger Raif Badawi in Saudi-Arabien derzeit fast mit seinem Leben bezahlen, so ganz sicher kann man das im Moment nicht wissen. Nicht viele Länder zeigen sich derzeit noch so rückständig wie Saudi-Arabien, noch immer gelten hier Gesetze und Regeln, die uns eher an das Mittelalter erinnern (Frauen dürfen nicht Auto fahren) als an die Moderne. Ein Zustand, gegen den Raif Badawi es wagte, seine Stimme zu erheben, im kleinen Rahmen, den ihm das Internet bot.

Folter bis zum Tode, ganz wie im Mittelalter

Für Raif Badawi sind die Religionen gleichrangig, das brachte er auf seinem Blog zum Ausdruck, außerdem beschrieb er Übergriffe der saudischen Religionspolizei. Für uns, obwohl leidgeprüft durch die Anschläge von Paris, völlig harmlose Meinungsäußerungen, wie sie in einer freiheitlichen Gesellschaft jederzeit möglich sind. Nicht so in Saudi-Arabien, Raif Badawi wurde für seine Äußerungen zu zehn Jahren Haft, einer sechsstelligen Geldstrafe und 1000 Peitschenhieben verurteilt. Man könnte auch sagen, das Regime will den Blogger Raif Badawi zerstören, Kritiker der drakonischen Sprache sprechen von „Folter bis zum Tode“.

Doch das Schicksal von Raif Badawi ist kein Einzelfall, in einer Übersicht hat SPON die Strafen für verschiedene Vergehen gegenübergestellt, die vom Islamischen Staat (IS) und in Saudi-Arabien verhängt werden. Man kann sehen, in der Bestrafung einer Reihe von Vergehen wie Blasphemie (Todesstrafe), Ehebruch (Steinigung) oder Homosexualität (Todesstrafe) nehmen sich die beiden Regime in Bezug auf ihre Rückständigkeit nichts. Trotz dieser mittelalterlichen Vorstellungen, die nun zum Glück beim Fall von Raif Badawi zu internationalen Protesten geführt haben, gilt Saudi-Arabien, vermutlich mangels aufgeklärter Alternativen in der Region, immer wieder als Partner des Westens, obwohl unsere Werte offensichtlich so weit voneinander entfernt sind wie Licht und Schatten.

Einstehen für Menschenrechte gegenüber Diktaturen

Der Journalist Martin Klingst beschreibt bei ZEIT ONLINE mit einem historischen Bezug zum jetzt anstehenden Jahrestag der Auschwitz-Befreiung, welchen Schluss wir aus den Zuständen in Saudi-Arabien und der Fast-Todesstrafe für den Blogger Raif Badawi ziehen sollten: „Mutiger einstehen für Menschenrechte!“

Mehr zu spannenden nachhaltigen Themen hier im Blog oder direkt bei Coromandel, eurem Label für einzigartige, nachhaltige Kleidung.

markiert , , , , , , , , ,