Schlagwort-Archiv: Diskriminierung

Volksverhetzung contra Satire – da sind wir wieder

Beim Thema Islam schwingt schnell die Keule der Volksverhetzung

Gott sei Dank ist das Intermezzo rund um die angebliche Volksverhetzung und Beschimpfung von Religionsgemeinschaften, die Dieter Nuhr vorgeworfen wurden, so schnell wieder beendet wie es hochgekocht war. Wegen Scherzen über den Islam und die bei manchen seiner Anhänger verbreitete umstrittene Auffassung hinsichtlich Freiheit und Menschenrechten (zumindest aus unserer aufgeklärten europäischen Sicht) hatte sich ein türkischstämmiger Mitbürger berufen gefühlt, Nuhr wegen angeblicher Volksverhetzung anzuzeigen. Der Vorwurf: Unter dem Deckmantel der Satire betreibe Nuhr Hetze gegen den Islam. Wirklich? Ist es wieder so weit, dass nach den gewaltsamen Protesten gegen die Mohammed-Karikaturen vor einigen Jahren wieder die Frage im Raum steht, was Satire darf und ob Kritik am Islam schnell als Beschimpfung und Volksverhetzung durchgeht?

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Gesetz gegen Homosexuelle in Uganda einkassiert

Staatliche sanktionierte Diskriminierung in Uganda erst mal gestoppt

In Uganda wurde ein gerade erst verabschiedetes Gesetz gegen Homosexuelle wieder gekippt, ein schöner Erfolg im Sinne der Menschenrechte und gegen Diskriminierung von Minderheiten. Im März 2014 hatte das Land das Gesetz gegen Homosexuelle auf den Weg gebracht, das harte Strafen für vermeintlich unsittliches Verhalten vorsah. Die Kritik aus dem Ausland war beträchtlich, schließlich reihte sich Uganda damit in die Reihe der Länder ein, die in punkto Rechtsstaatlichkeit langsam wieder in Richtung Mittelalter abdrehen (an dieser Stelle ein Gruß nach Moskau…).

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Islamischer Staat: Darf Deutschland Waffen liefern

Vorrücken der Miliz „Islamischer Staat“ heizt Debatte in Deutschland an

Die militärischen Erfolge der in den Medien meist als Terrormiliz Islamischer Staat oder „ISIS“ bezeichneten Gruppe, die auf dem Gebiet des Iraks und Syriens ein Kalifat nach uralten islamischen Traditionen errichten wollen, stellt die deutsche Gesellschaft und mit ihr die politische Führung vor ein Dilemma. Nein, eigentlich sind es gleich zwei Dilemmata, nämlich erstens die Frage, ob Waffenlieferungen in Krisengebiete generell zu rechtfertigen sind, und zweitens, ob speziell Deutschland sich an Waffenlieferungen in Krisengebiete beteiligen darf.

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Menschenrechte: Amnesty Deutschland verleiht Preis an Anwältin aus Kamerun

Einsatz für Freiheit und Menschenrechte in Kamerun

Neben Kamerun scheint in vielen Ländern rund um den Globus, darunter z. B. Uganda oder Russland, die Verfolgung von Homosexuellen zunehmend salonfähig zu werden. Der deutsche Ableger der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat die Anwältin Alice Nkom mit dem siebten Menschenrechtspreis ausgezeichnet, für ihren mutigen Einsatz für die Rechte sexueller Minderheiten.   Im Jahr 2003 hat Nkom die „Vereinigung zur Verteidigung der Rechte Homosexueller“ (Adefho) gegründet, die als erste NGO in Kamerun gilt, die sich für den Schutz und die Rechte sexueller Minderheiten (nicht nur Homosexuelle) einsetzt.

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Menschenrechte in China: Aktivisten klagen über „alptraumhaftes Jahr“

Menschenrechte unter der neuen Staatsführung im Sinkflug

Für Menschenrechtler war das zurückliegende Jahr in China offenbar besonders betrüblich, in einem Bericht der Organisation China Human Rights Defenders (CHRD) ist von einem „alptraumhaften Jahr“ die Rede, anspielend auf die vom neuen Staatschef herausgegebene Losung vom „chinesischen Traum“. Mit dem Wechsel an der Spitze des Landes habe sich die Lage der Menschen in China nicht verbessert, im Gegenteil habe Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping die Unterdrückung von Bürgerrechtlern nochmal deutlich verschärft.

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Düstere Aussichten – Uganda verschärft Kampf gegen Homosexualität

Gesellschaftliche Entwicklung zurück ins Mittelalter

Wie sich Uganda bisher in Sachen Freiheit, Menschenrechte und den Schutz von Minderheiten geschlagen hat, weiß ich nicht – aller Wahrscheinlichkeit nach war es darum bislang schon nicht besonders gut bestellt. Jetzt dreht Uganda den Kampf gegen sexuelle Minderheiten jedenfalls nochmal eine Stufe weiter, Präsident Yoweri Museveni hat gerade ein umstrittenes Gesetz unterzeichnet, das lebenslange Haftstrafen für „schwere homosexuelle Handlungen“ (hier hat man sich eine besonders schöne Formulierung ausgedacht) vorsieht. Bestraft werden soll wohl alles, was als Förderung, Vorbereitung und Gutheißen homosexueller Handlungen aufgefasst werden kann.

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Rechte von Frauen und Homosexuellen – Gauck redet den Indern ins Gewissen

Soziale Nachhaltigkeit – Gauck sendet Signale gegen Diskriminierung

Joachim Gauck findet immer wieder wohltuend klare Worte, wenn es gilt, deutlich auf Missstände hinzuweisen. Gerade erst vor einigen Wochen hatte er angekündigt, nicht zu den Olympischen Spielen nach Sotschi fahren zu wollen. Obwohl das nicht öffentlich bestätigt wurde, konnte man die Entscheidung durchaus als Kritik an den Menschenrechtsverletzungen und der Gewalt gegen Minderheiten in Russland werten. Bei seinem jetzigen Indienbesucht hat es sich unser Staatsoberhaupt auch nicht nehmen lassen, die Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen in dem Land anzusprechen. Ein guter Mann!

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Putin: Homosexuelle haben nichts zu befürchten, solange sie Kinder in Ruhe lassen

Vor Sotschi bleiben Rechte Homosexueller in Russland wichtiges Thema

Wenn es Neuigkeiten aus Russland gibt, kann man sich inzwischen fast schon wertvoller gesellschaftlicher Debattenbeiträge sicher sein. Gerade jetzt, so kurz vor Sotschi, kann man die eine oder andere verbale Perle bestaunen, nun hat sich Russlands Präsident nochmal in die nicht enden wollende Debatte um Repressionen und Gewalt gegen Homosexuelle geäußert.

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Frauen in Indien – ein Leben wie in der Anarchie

Vergewaltigung einer Deutschen – nur ein Fall von zig tausenden

Nur ein paar Monate nach dem grausamen Tod einer jungen Inderin, die von mehreren Männern in einem Bus so brutal vergewaltigt wurde, dass sie im Anschluss an ihren schweren Verletzungen starb, erleben wir jetzt den nächsten publik gewordenen Fall einer Vergewaltigung in Indien. In der Zwischenzeit sind wohl schon wieder zig tausend neue Gewalttaten an Frauen in dem Land verübt worden, aber dieses Mal sind die Medien auf den Fall aufmerksam geworden, weil eine Deutsche betroffen ist.

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Ein Anfang ist gemacht! Erster prominenter Fußballer outet sich

Minderheiten haben auch im Profifußball mehr und mehr Platz

Auch in einer liberalen Gesellschaft wie der deutschen gibt es noch Horte der Diskrimierung und Ausgrenzung von Minderheiten, auch wenn wir im Vergleich zu anderen Ländern in fast paradiesischen Zuständen leben. Der Profi-Fußball (der Männer) war bisher ein solcher Ort, in dessen Niederungen man sich hierzulande Schritt für Schritt an einen normalen Umgang mit Minderheiten erkämpft hat. Keine leichte Aufgabe, wie man immer wieder an Berichten über Beschimpfungen und Beleidigungen ausländischer Spieler oder solchen mit anderer Hautfarbe merkt. In der Bundesliga ist man trotz vereinzelter Aussetzer in diversen Fanblöcken schon weit gekommen, in den unteren Ligen wird es wahrscheinlich noch ein bisschen länger dauern.

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