Schlagwort-Archiv: Freiheit

Zoo Hannover: Kritik von PETA wegen Tierquälerei

PETA übt schwere Kritik am Zoo Hannover, weil hier offenbar Elefanten für die Teilnahme an Shows drangsaliert werden – diese sollen eben die gewünschten Kunststücke zeigen, da muss man ggf. mit Haken oder Peitsche nachhelfen. Da wir gegen den Einsatz von Wildtieren im Zirkus sind, können wir die Kritik an der Teilnahme von Elefanten an zirkusähnlichen Shows fürs Publikum sehr gut nachvollziehen. Über Sinn und Unsinn von Zoos wird ja immer wieder leidenschaftlich gestritten, aber diese Art von Dressur ist sicher nicht das, was man von einem modernen Zoo erwartet, der sich mit artgerechter Haltung von Tieren beschäftigt. Hier werden Tiere gewaltsam zur Unterhaltung des Publikums gebracht, sowas passt eher ins letzte Jahrhundert, da sind wir doch heute mit Blick auf den Tierschutz schon weiter gekommen.

Wer will, kann hier die Petition gegen die Haltung der Elefanten im Zoo Hannover unterstützen.

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Trump vielleicht doch nicht so schlimm… hoffentlich

Im Moment kann man sich als Beobachter nur täglich verwundert die Augen reiben über die neuen Aussagen und Pläne der neuen US-Regierung. Inzwischen ist in nur ein paar Wochen so viel Absurdes und Abgründiges passiert, dass es sich so anfühlt, als wäre Trump schon jahrelang im Amt.

Die Wahl von Trump und das jetzige Chaos und Lügenfeuerwerk („alternative Fakten“) an der Spitze der USA zeigen, wie angreifbar Freiheit und Demokratie sind, die viele bei uns für selbstverständlich halten. Nach SPON-Autor Stefan Kuzmany gibt es immerhing Hoffnung, dass trotzdem nicht alles so schlimm wird, wie man zwischenzeitlich befürchten musste, und dass das politische System der USA es schafft, Trump auf demokratische Normen zurückzustutzen: „Die große Nation der Vereinigten Staaten von Amerika wird ihren üblen Fehlgriff korrigieren und den durchgeknallten Operetten-Präsi mitsamt seiner finsteren Entourage abschütteln. Es ist nur eine Frage der Zeit. Halten wir durch.“

Wir wünschen es uns sehr.

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Im postfaktischen Meinungseintopf

Wenn Gefühle mehr zählen als Tatsachen

Ein unangenehmer Begriff macht Karriere: „Postfaktisch“ wurde von den Oxford Dictionaries zum internationalen Wort des Jahres gewählt. Anzeichen dafür, dass die Wahrheit und Fakten in der öffentlichen Diskussion im neuen Jahrtausend unter die Räder kommen könnten, gab es schon vor über zehn Jahren, als die „post-truth era“ ausgerufen wurde. Seitdem scheint allerdings die Bereitschaft vieler Menschen weiter zugenommen zu haben, sich in ihren Entscheidungen weniger von Fakten als vom Bauchgefühl und vagen Emotionen leiten zu lassen – auch wenn noch so viele berechtigte Zweifel am Gefühl in der Magengrube nagen mögen.

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Zu kleine Kastenstände in der Schweinezucht

Kastenstände für die effiziente Turbozucht

Kastenstände könnten in nächster Zeit für Schweißausbrüche bei einigen Fleischproduzenten sorgen. Deutschland ist Europameister bei der Fleischerzeugung, fast 60 Millionen Schweine werden hierzulande pro Jahr geschlachtet – eine unvorstellbar große Zahl. Vor allem in riesigen Zuchtbetrieben mit zigtausend Schweinen, die in jeder Hinsicht auf Effizienz getrimmt werden, ist das Schweineleben von Anfang bis Ende auf möglichst hohen Ertrag getaktet. Dazu gehören nach Ansicht vieler Schweinezüchter auch Kastenstände, enge Gitterboxen aus Stahl, in denen die Schweine über viele Wochen fixiert werden.

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Homophobie in der Karibik

Wie leben Homosexuelle in Ländern wie Jamaika?

Die Karibik gilt hierzulande eher als Paradies, was politisch in dieser Gegend der Welt passiert, dringt eher selten zu uns durch. Bento hat in einem Artikel über das Leben Homosexueller in Jamaika ein bisschen Licht auf ein Problem geworfen, das dort offenbar munter wuchert: Homophobie und Gewalt gegen sexuelle Minderheiten. Während im Moment viel häufiger über mangelnde Menschenrechte und Homophobie in muslimischen Ländern diskutiert wird, ist es vielleicht nicht schlecht, auch mal auf die Lage von Homosexuellen den Ländern der Karibik hinzuweisen.

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Danke, Greenpeace, für TTIPLEAKS

Großes Dankeschön an Greenpeace für den Leak der TTIP-Dokumente. Noch größeres Dankeschön an den Informanten, der Greenpeace die Dokumente zugespielt und nun hoffentlich hervorragenden Quellenschutz genießt… Jetzt dürfte die Diskussion um TTIP nochmal richtig hochkochen, die ersten Rufe nach einem Stopp der Verhandlungen werden bereits laut.

Das Thema ist so komplex, dass es wirklich schwierig ist, sich eine klare Meinung in die eine oder andere Richtung zu bilden, aber wenigstens bringt Greenpeace mit der Enthüllung jetzt endlich mal ein bisschen Licht ins Dunkel – die Geheimnistuerei der TTIP-Beteiligten nervt ja nur noch…

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Sonneborn über den Irren vom Bosporus

Martin Sonneborn spricht im EU-Parlament anlässlich des Versuchs der Türkei, ein Projekt der Dresdner Philharmoniker, das sich mit dem Genozid an den Armeniern beschäftigt, zu zensieren über den „Irren vom Bosporus“. Komisch, dass das bisher nicht mit Strafandrohung oder diplomatischem Eklat quittiert wurde…

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Raif Badawi nicht vergessen

EU steht unter Feuer

Im Moment steht die EU unter Dauerfeuer, ihr wird unter anderem vorgeworfen, ihre Werte wegen des Flüchtlingsdeals mit der Türkei aufzugeben. Beispielhaft dafür steht die Diskussion um den Protest der Türkei gegen ein Projekt der Dresdner Philharmoniker, das den Völkermord an den Armeniern thematisiert. Absurde Folge: Protest der Türkei, ein Text der EU-Kommission zum (durch EU-Mittel wegen Völkerverständigung geförderten) Projekt wird von der eigenen Website genommen, wenig später wieder eingestellt. Weiterlesen

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TTIP und kein Ende

Geheimniskrämerei schürt Misstrauen

Die Diskussionen um TTIP wollen einfach kein Ende nehmen, die Befürworter aus der Politik, von Unternehmen (und aus diversen Lobbyverbänden) und Gegner von Umweltschutz-, Verbraucherschutz- und anderen Organisationen stehen sich einigermaßen unversöhnlich gegenüber. Die Befürworter können scheinbar gar nicht verstehen, wieso man die ganzen Vorteile von TTIP nicht nachvollziehen und gegen das Abkommen sein kann. Aber im Grunde sind die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft selber schuld, dass das Misstrauen in der Öffentlichkeit so groß ist, denn alles riecht irgendwie nach Intransparenz, Mauschelei und bösen Überraschungen für den Verbraucher.

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Nach all den negativen Meldungen zu Protesten gegen und Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in Sachsen, wurde nicht nur die Frage nach dem Säxit gestellt – auch die Politik musste sich Fragen gefallen lassen, warum sie nicht viel deutlicher Stellung bezieht.

Stanislav Stillich, Sachsens Ministerpräsident, hat jetzt klar gemacht, was er von dem rechten Mob hält: „Eine enthemmte Minderheit besudelt und beschämt unser ganzes Land in einer Art und Weise, die ich mir nicht vorstellen konnte.“

Weise Worte der Woche: Stanislav Tillich

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