Schlagwort-Archiv: Interview

Die hässliche Fratze von Olympia

Verrat an der olympischen Idee

Nach all den Berichten über Doping, Korruption und Geldgier rund um die Olympischen Spiele hat der Ruf des IOC (ähnlich wie der von FIFA und DFB) immer neue Tiefpunkte erreicht, und die ursprüngliche olympische Idee liegt inzwischen am Boden wie ein schlecht trainierter Sportler nach einem Marathonlauf.  Viele Sportfans wenden sich inzwischen leicht angewidert von den olympischen Wettkämpfen ab, weil die Umstände rund um die Spiele kaum noch ungetrübte Freude am Sport aufkommen lässt. In seltener Offenheit (DANKE!) hat Julius Brink, der ehemalige Olympiasieger im Beachvolleyball und jetzige ARD-Experte vor Ort, den Riss zwischen schöner Fassade der Spiele und der Realität im Hintergrund beschrieben.

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Enthemmte Wut und besorgte Bürger

Besorgte Bürger wütend über Ramadan-Post

Da ist sie wieder, die enthemmte Wut der „besorgten Bürger“, die sich im Moment scheinbar jeden Tag dutzendfach Bahn bricht. Eigentlich ein vermeintlich nichtiger Anlass: Das Social-Media-Team der Bundesregierung wünscht den Muslimen in Deutschland auf Facebook einen gesegneten und friedvollen Ramadan. Eigentlich eine nette Geste – das reicht hunderten von Internetnutzern aber schon, um hasserfüllt in die Tasten zu hauen und die Seite der Bundesregierung mit wütenden Kommentaren zu bedenken. Schließlich gehört der Islam nicht zu Deutschland und man solle sich lieber um die Probleme des deutschen Volkes kümmern.

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Autorin macht Selbstversuch und führt zwei Jahre nachhaltiges Leben

Autorin übt sich in nachhaltigem Leben – und verbraucht trotzdem noch zu viel

In einem Interview beschreibt die Autorin Sarah Schill ihren Versuch, für zwei Jahre ein nachhaltiges Leben zu führen. Sie selbst sagt, sie habe zwar auch schon vor dem Experiment den Müll getrennt und viel Bio-Produkte gekauft, erst durch den Selbstversuch sei ihr aber bewusst geworden, dass ihr Lebensstil – der wahrscheinlich schon zu den umweltbewussteren in unserer Gesellschaft gehört – keineswegs einem nachhaltigen Leben entspricht. Die Schätzung ihres ökologischen Fußabdrucks hat sie deshalb auch erschreckt, denn wären alle Menschen auf der Welt ihrem Lebensstil gefolgt, bräuchten wir fast drei Erden, um dauerhaft die nötigen Ressourcen und Abfallkapazitäten hierfür zu liefern.

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Dokumentation „Mitgift“ zeigt Wandel von der Wende bis heute

Film veranschaulicht die Entwicklung ostdeutscher Regionen seit der Wende bis heute

Jetzt im März startet eine spannende Langzeit-Dokumentation in den Kinos, die den Wandel verschiedener Regionen in Ostdeutschland seit der Wende bis heute zeigt. Stationen, die der Regisseur Roland Blum zu drei verschiedenen Zeitpunkten besucht hat (1990, 2000 und 2013), sind z. B. Güstrow, der Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen, das Kernkraftwerk Lubmin und Krakow am See.

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Süditalien: Steigende Krebsraten durch verbuddelten Giftmüll?!

Mafia soll über Jahrzehnte giftigen Müll in der Umwelt vergraben haben

Bei Report München war vor einigen Tagen ein – vorsichtig ausgedrückt – beunruhigender Bericht zu sehen. In dem Beitrag kam ein Mafia-Kronzeuge, Carmine Schiavone, zu Wort, der über viele Jahre Chef eines Mafiaclans rund um Neapel war. Dieser berichtete davon, dass die Mafia Unmengen an giftigem Müll im Süden Italiens verbuddelt hat, sodass er selbst weitgehend auf den Verzeht von Gemüse, das nicht aus dem eigenen Garten kommt, verzichtet.

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Nachhaltige Kleidung und faire Textilien – Interview mit Fairtrade Deutschland

Fairtrade Deutschland will neues Siegel für fair produzierte Kleidung entwickeln

Durch den Rat für Nachhaltige Entwicklung sind wir auf ein Interview mit Maren Sartory von Fairtrade Deutschland aufmerksam geworden, hier nachzulesen.

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Ein Anfang ist gemacht! Erster prominenter Fußballer outet sich

Minderheiten haben auch im Profifußball mehr und mehr Platz

Auch in einer liberalen Gesellschaft wie der deutschen gibt es noch Horte der Diskrimierung und Ausgrenzung von Minderheiten, auch wenn wir im Vergleich zu anderen Ländern in fast paradiesischen Zuständen leben. Der Profi-Fußball (der Männer) war bisher ein solcher Ort, in dessen Niederungen man sich hierzulande Schritt für Schritt an einen normalen Umgang mit Minderheiten erkämpft hat. Keine leichte Aufgabe, wie man immer wieder an Berichten über Beschimpfungen und Beleidigungen ausländischer Spieler oder solchen mit anderer Hautfarbe merkt. In der Bundesliga ist man trotz vereinzelter Aussetzer in diversen Fanblöcken schon weit gekommen, in den unteren Ligen wird es wahrscheinlich noch ein bisschen länger dauern.

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Wired: Interview mit dem Mann, den man gelesen haben sollte

Ein Einblick in die großen Fragen unserer Zeit

Das hat jedenfalls Bill Gates über Vaclav Smith gesagt, mit dem das Magazin „Wired“ gerade ein Interview über die großen Fragen unserer Zeit veröffentlicht hat. “There is no author whose books I look forward to more than Vaclav Smil“ hat Bill Gates über dieses Jahr über den Mann geschrieben, und dank eines Hinweises einer Leserin unseres Blogs sind wir auf das spannende Interview gestoßen.

Smith ist Professor emeritus für Umwelt und Geographie an der University of Manitoba und dieser blitzgescheite Mann hat in der Vergangenheit zahlreiche Bücher über die großen Fragen unserer Zeit veröffentlicht, zur Zukunft unserer Energieversorgung, der Lebensmittelproduktion oder der Fertigung von Produkten in der Dritten Welt.

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Wir Fleischfresser – Leben wir im System des Karnismus?

Fleischkonsum – Sind wir denn alle ein bisschen Karnisten?

Cooles Interview des enorm-Magazins mit der Sozialpsychologin Melanie Joy, die an der University of Massachusetts lehrt und sich seit über 20 Jahren in der Tierrechtsbewegung engagiert, zum Thema Fleischkonsum, Vegetarismus und Veganismus. Ihrer Meinung nach leben wir als Gesellschaft in einem System des Karnismus, d. h. wir sind Anhänger einer sozialen Norm oder Ideologie, nach der es OK ist, Tiere zu essen. Zwar handele es sich um ein höchst unlogisches System, trotzdem werde der Karnismus als Glaubenssystem in unserer Gesellschaft kaum hinterfragt, weil er so dominant ist und wir lernen, die Welt durch die karnistische Brille zu betrachten. Wir haben schon in einem früheren Post beschrieben, dass der gegenwärtige Fleischkonsum in den meisten Industrieländern für eine wirklich nachhaltige Entwicklung viel zu hoch ist.

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H&M-Chef über nachhaltige Kleidung

Im aktuellen SPIEGEL ist ein Interview mit dem Chef und Miteigentümer von H&M, Karl-Johan Persson, nachzulesen. Darin spricht er über die Verantwortung seines Unternehmens für die Produktion in Ländern wie Bangladesch und welche Schritt H&M in den vergangenen Jahren schon unternommen hat, um eine Besserung in den Produzentenländern zu erreichen.

Es ist wirklich interessant, welchen Blick jemand an der Spitze eines Textilunternehmens wie H&M auf die Zustände in der Bekleidungsindustrie hat. Erst mal muss man dem Unternehmen wohl fairerweise zugute halten, dass es schon einige gute Schritte unternommen hat, darunter die Unterzeichnung eines neuen Brandschutzabkommens und die Absicht, bis zum Jahr 2015 CO2-neutral zu produzieren.

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