Schlagwort-Archiv: Repression

Zoo Hannover: Kritik von PETA wegen Tierquälerei

PETA übt schwere Kritik am Zoo Hannover, weil hier offenbar Elefanten für die Teilnahme an Shows drangsaliert werden – diese sollen eben die gewünschten Kunststücke zeigen, da muss man ggf. mit Haken oder Peitsche nachhelfen. Da wir gegen den Einsatz von Wildtieren im Zirkus sind, können wir die Kritik an der Teilnahme von Elefanten an zirkusähnlichen Shows fürs Publikum sehr gut nachvollziehen. Über Sinn und Unsinn von Zoos wird ja immer wieder leidenschaftlich gestritten, aber diese Art von Dressur ist sicher nicht das, was man von einem modernen Zoo erwartet, der sich mit artgerechter Haltung von Tieren beschäftigt. Hier werden Tiere gewaltsam zur Unterhaltung des Publikums gebracht, sowas passt eher ins letzte Jahrhundert, da sind wir doch heute mit Blick auf den Tierschutz schon weiter gekommen.

Wer will, kann hier die Petition gegen die Haltung der Elefanten im Zoo Hannover unterstützen.

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Enthemmte Wut und besorgte Bürger

Besorgte Bürger wütend über Ramadan-Post

Da ist sie wieder, die enthemmte Wut der „besorgten Bürger“, die sich im Moment scheinbar jeden Tag dutzendfach Bahn bricht. Eigentlich ein vermeintlich nichtiger Anlass: Das Social-Media-Team der Bundesregierung wünscht den Muslimen in Deutschland auf Facebook einen gesegneten und friedvollen Ramadan. Eigentlich eine nette Geste – das reicht hunderten von Internetnutzern aber schon, um hasserfüllt in die Tasten zu hauen und die Seite der Bundesregierung mit wütenden Kommentaren zu bedenken. Schließlich gehört der Islam nicht zu Deutschland und man solle sich lieber um die Probleme des deutschen Volkes kümmern.

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Paragraph 175 – Diskriminierung in Deutschland

„Unzucht“ durch Paragraph 175 unter Strafe

In vielen Ländern können Homosexuelle bis heute nicht offen leben und sind Diskriminierung, Hass oder sogar schwerer Gewalt ausgesetzt – darunter Länder wie Russland, Uganda oder Jamaika. Im Vergleich zu diesen Ländern wirkt Deutschland, trotz fehlender Gleichberechtigung Homosexueller in einigen gesellschaftlichen Bereichen (z. B. Ehe, Adoptionsrecht), heute wie ein Hort der Toleranz – und tatsächlich haben wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten viel auf dem Weg zu mehr Toleranz und Gleichberechtigung erreicht. Aber auch hierzulande sind die dunklen Zeiten nicht so lange her, wie man manchmal vermuten würde – aktuelles Beispiel ist der aus dem Strafgesetzbuch gestrichene Paragraph 175.

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Homophobie in der Karibik

Wie leben Homosexuelle in Ländern wie Jamaika?

Die Karibik gilt hierzulande eher als Paradies, was politisch in dieser Gegend der Welt passiert, dringt eher selten zu uns durch. Bento hat in einem Artikel über das Leben Homosexueller in Jamaika ein bisschen Licht auf ein Problem geworfen, das dort offenbar munter wuchert: Homophobie und Gewalt gegen sexuelle Minderheiten. Während im Moment viel häufiger über mangelnde Menschenrechte und Homophobie in muslimischen Ländern diskutiert wird, ist es vielleicht nicht schlecht, auch mal auf die Lage von Homosexuellen den Ländern der Karibik hinzuweisen.

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Raif Badawi nicht vergessen

EU steht unter Feuer

Im Moment steht die EU unter Dauerfeuer, ihr wird unter anderem vorgeworfen, ihre Werte wegen des Flüchtlingsdeals mit der Türkei aufzugeben. Beispielhaft dafür steht die Diskussion um den Protest der Türkei gegen ein Projekt der Dresdner Philharmoniker, das den Völkermord an den Armeniern thematisiert. Absurde Folge: Protest der Türkei, ein Text der EU-Kommission zum (durch EU-Mittel wegen Völkerverständigung geförderten) Projekt wird von der eigenen Website genommen, wenig später wieder eingestellt. Weiterlesen

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Nach all den negativen Meldungen zu Protesten gegen und Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in Sachsen, wurde nicht nur die Frage nach dem Säxit gestellt – auch die Politik musste sich Fragen gefallen lassen, warum sie nicht viel deutlicher Stellung bezieht.

Stanislav Stillich, Sachsens Ministerpräsident, hat jetzt klar gemacht, was er von dem rechten Mob hält: „Eine enthemmte Minderheit besudelt und beschämt unser ganzes Land in einer Art und Weise, die ich mir nicht vorstellen konnte.“

Weise Worte der Woche: Stanislav Tillich

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Die Berichterstattung über die andauernde rechte Gewalt gegen Flüchtlingsheime bringt auch die eine oder andere journalistische Stilblüte hervor. Die SZ überschreibt einen Artikel über Merkels Besuch in Heidenau mit dem Wortspiel „Kanzlerin guckt nach den Rechten“. Nicht so schlecht…

SZ mit Wortspiel des Tages

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„Arctic Sunrise“ – Russland haftet für Enterung

Rowdytum in internationalen Gewässern

Die Enterung des Greenpeace-Schiffs „Arctic Sunrise“ durch die russische Küstenwache hat im Herbst 2013 zu weltweiten Protesten geführt. Die Umweltaktivisten wollten gegen die Förderung von Erdöl und -gas in der Barentssee protestieren und wurden von den russischen Behörden erst verhaftet und dann wegen „Piraterie“ verhaftet.

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Säxit: Soll Sachsen raus?

Säxit könnte manche Probleme lösen

Brauchen wir den Säxit? Tagtäglich kann man neue Meldungen über Demonstrationen gegen Flüchtlinge in den Medien lesen, immer wieder stehen Gebäude in Flammen, die für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen sind. Die Deutschen zeigen sich momentan nicht gerade von ihrer schönen Seite, leider wird das Bild momentan von einer Minderheit hohler Idioten geprägt, die vor allem von einer großen Angst vor Überfremdung geplagt werden.

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IFC hilft reichen Discountern: Kredite für LIDL

IFC verfehlt offenbar ihre selbstgesteckten Ziele

Die International Finance Corporation (IFC) mit Sitz in Washington ist eine Tochter der Weltbank, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, private Unternehmen finanziell zu unterstützen, damit diese in Entwicklungs- und Schwellenländern investieren und so dort die wirtschaftliche Entwicklung voranbringen. Vom Grundsatz her eine gute Idee, aber man würde nicht annehmen, dass ausgerechnet eines der umsatzstärksten deutschen Einzelhandelsunternehmen, LIDL, die finanzielle Unterstützung durch die IFC nötig hätte, um in neue Märkte zu expandieren. Laut dem ARD-Magazin Monitor hat LIDL aber im Jahr 2011 einen Kredit über 67 Millionen Dollar von der IFC erhalten, um Märkte in Rumänien zu eröffnen.

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