Vegetarische Produkte nicht so knorke

Mit Zusatzstoffen zum Fast-Fleischerlebnis

Wir haben uns ja in der Vergangenheit bereits verwundert darüber gezeigt, dass Menschen, die aus guten Gründen beim Essen auf Fleisch verzichten, oftmals auf Produkte umsteigen, die dieses auf Biegen und Brechen nachahmen wollen und dafür unter dubiosen Bedinungen in den Laboren der Unternehmen zusammengemischt werden – wie im Chemiebaukasten. Im Bereich der veganen Ernährung führt das dann dazu, dass der vor Jahren noch als Mogelpackung gescholtene Analogkäse jetzt plötzlich als veganer Käse mit entsprechender Preisprämie (der aufgeklärte und ethisch bewusste Konsument hat’s ja) ein Revival erlebt. Die Produkttester der Stiftung Warentest haben jetzt bei vegetarischen Produkten nochmal genauer hingeschaut und geprüft, was die derzeit erhältlichen vegetarischen Wurst- und Fleischprodukte können. Die Ergebnisse sind dabei eher durchwachsen ausgefallen, womit vielleicht zu rechnen war.

Durchwachsene Ergebnisse im Test

Love Hurts - Eco Fashion by CoromandelEins ist natürlich vorwegzuschichen, mit Blick auf die Tierhaltung und Fleischproduktion sind die Ersatzprodukte vom ethischen Standpunkt aus ganz weit vorne, das steht außer Zweifel. Nun kommt trotzdem das „aber“: Zum einen trafen die vegetarischen Produkte zum großen Teil nicht den Geschmack der Tester, was ich durchaus verstehen kann. Nur neun von 20 Fleischersatz-Produkten wurden von den Testessern beim Geschmack als „befriedigend” oder „ausreichend” bewertet. Auch hinsichtlich des Umweltschutzes bringen die vegetarischen Produkte immer noch einige Probleme mit sich, denn 15 der 20 Produkte enthielten Soja, für das in Südamerika an vielen Stellen der Regenwald gerodet wird – wer mit vegetarischen Produkten den Tieren in der Fleischindustrie hilft, schadet also unter Umständen denjenigen, die auf den Regenwald als Lebensraum angewiesen sind.

Und schließlich wurden in sechs Produkten hohe Mengen gesundheitlich bedenklicher Mineralölbestandteile gefunden. Für diese gibt es zwar offenbar keine festgelegten Grenzwerte, weil nicht so klar ist, was diese ausrichten, aber sie gelten zumindest aus Sicht der Europäischen Lebensmittelbehörde als „potenziell besorgniserregend“, weil sie sich in den Organen anreichern können. Wenn man die Wahl hat, will man dieses Risiko wahrscheinlich nicht unbedingt eingehen, hier haben die Hersteller also noch dringenden Nachbesserungsbedarf.

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